Februar 27, 2019

PV-Monitoring: 23% der Störfälle für 94% der Ertragsausfälle verantwortlich

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Bevor die ertragreichen Monate in 2019 beginnen, haben wir eine Analyse für 2018 erstellt, wobei 94% der Ertragsausfälle auf rund 23% der Störfälle zurückzuführen sind.

Aber was bedeutet das für die Betriebsführer und wie können smarte PV-Monitoring-Lösungen wie Solytic dabei helfen?

Unsere Studie umfasst 12.500 Photovoltaikanlagen mit insgesamt 800 Megawatt installierter Leistung mit Schwerpunkt in der DACH-Region. Im Durchschnitt liegen die Anlagen bei 64 Kilowatt Leistung. Statistisch kommt es im Jahr zu 24 Störfällen. Der technische Betriebsführer erhält somit rund zwei Fehlermeldungen pro Anlage und Monat. Er muss dann entscheiden, welche davon ertragsrelevant sind somit zeitnah behoben werden müssen.

Kommunikationsprobleme für über 50% der Fehler verantwortlich

Mehr als jeder zweite Störfall ist dabei ein Kommunikationsproblem (siehe Grafik). Das bedeutet, die Internetverbindung ist kurzfristig unterbrochen oder der Datenlogger oder
Wechselrichter haben ein Kommunikationsproblem. Im Normalfall reicht es, den Logger oder den Umrichter neu zu starten – und alles läuft wieder einwandfrei. Zu einem Ertragsverlust kommt es bei diesen Störfällen allerdings nicht. Zwar werden keine Daten an die Monitoring-Software übertragen, aber die Anlage arbeitet dennoch normal weiter. Je nach Hardware, werden die Daten zwischengespeichert, wodurch in den meisten Fällen auch keine Dokumentationslücken entstehen.

Die kritischen Fälle – Wechselrichter- oder Anlagenausfälle

Ganz anders ist der seltene aber kritische Fall, dass eine Anlage komplett ausfällt. Statistisch kommt das zwar nur einmal im Jahr vor. Aber dieses Ereignis summiert sich im Schnitt auf rund 40 Prozent aller Ertragsverluste. Dieser großflächige Ausfall kann beispielsweise aufgrund eines technischen Netzproblems oder bei einem Extremwetter wie einem Sturmschaden oder Blitzschlag auftreten. Stichwort “Reaktionszeit”: Schnelle Hilfe von einem Solarteur im Feld ist dann gefragt, sobald das Wetter sich beruhigt hat.

Ein weiteres gravierendes Ereignis ist der Ausfall eines Wechselrichters. Mehr als 50 Prozent der Ertragsausfälle lassen sich darauf zurückführen Diese Kategorie der Störung macht allerdings nur rund 18 Prozent der Summe aller Meldungen aus. Dahinter verbergen sich beispielsweise ein Fehler in der Isolierung oder ein Kurzschluss aufgrund eines Korrosionsschadens. Auch ein heiß gelaufener Wechselrichter aufgrund eines technischen Defekts oder zu hoher Temperaturen gehört in diese Rubrik. In beiden Fällen, dem Ausfall einer PV-Anlage oder eines Wechselrichters, ist ein schneller Eingriff absolut erforderlich.

Fazit der Studie

23 Prozent der Störfälle sind für 94 Prozent der Ertragsausfälle verantwortlich. Umgekehrt verursachen 77 Prozent der Störmeldungen aber nur 6 Prozent der Ertragseinbußen. Für die technischen Betriebsführer (O&M) ist es daher essentiell, möglichst schnell zu erkennen, welche Art der Störungen tatsächlich ertragsrelevant sind – und welche der Servicepartner schnell beheben muss. Nur so werden große Ertragseinbrüche für Anlagenbesitzer vermieden.

Dabei gilt es beim PV-Monitoring für Anlagen zwischen 30 Kilowatt und zehn Megawatt Leistung es vor allem darum, Prozesse schlank zu halten. Monotone Aufgaben, wie die Suche nach ertragsrelevanten Fehlern, ein Ticketmanagement sowie die Erstellung von Reports muss und kann die Software unterstützen. Solytic filtert z.B. die nicht ertragsrelevanten Fehler der Hardware einfach heraus.

Durch herstellerunabhängige Software-Lösungen wie Solytic werden zudem alle Anlagen mit verschiedenen Hardware-Komponenten in einem Portal zusammengeführt. Das gesamte Portfolio wird in Echtzeit überwacht. Das ist wichtig, damit der technische Betriebsführer vertraglich zugesicherte Reaktionszeiten einhalten kann (meist innerhalb von 48 Stunden nach Eintritt des Fehlers).

Case Studies zu den einzelnen Störfällen

In kommenden Blog-Einträgen werden wir anhand von Case Studies zeigen, wie Betriebsführer mit Solytic arbeiten, um ertragsrelevante Fehler schneller zu finden und die Downtime der Anlagen zu minimieren.

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Konrad Perenyi

Gründer

Digitaler Entrepreneur seit 2006, darunter Rocket Internet, Quandoo, und DailyDeal. Stationen in USA, China, Singapur. Master an der WU Wien.

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