Modul-Repowering

Steigern Sie die Erträge Ihrer PV-Anlage

Definition

Was ist unter "Modul-Repowering" zu verstehen?

Modul-Repowering beschreibt den Austausch alter leistungsschwacher oder defekter Module durch neue Module und führt somit zur Leistungssteigerung der Solaranlage.

Ertragssteigerung

Warum ist das Repowering von PV-Modulen wichtig?

Die Effizienz einer Photovoltaikanlage sinkt mit zunehmender Betriebsdauer, beispielsweise durch die natürliche Leistungsminderung von Solarzellen (Degradation). Zusätzlich sorgen Installationsfehler oder Modulschäden für niedrigere Erträge. Besonders ist in diesem Kontext, dass bereits ein einzelnes, betroffenes PV-Modul den Ertrag eines gesamten Modulstrings negativ beeinflussen kann. Mit dem Abfall der produzierten Strommenge sinkt folglich auch die Wirtschaftlichkeit der PV-Anlage. Ein Modul-Repowering wirkt diesem negativen Trend entgegen.

Untersuchung

Worauf ist beim Modul-Repowering zu achten?

Damit der Anspruch auf die Vergütung nach EEG für den Rest der Laufzeit erhalten bleibt, darf die Nennleistung einer repowerten Photovoltaikanlage die ursprünglich gemeldete Nennleistung nicht überschreiten. Es ist weiterhin notwendig gegenüber dem Netzbetreiber messtechnisch nachzuweisen, dass ein Modulaustausch notwendig war. Da nach dem Erneuerbare Energien Gesetz 2017 jedes PV-Modul als eine Anlage gilt, muss der Nachweis für jedes Modul einzeln erbracht werden. Andernfalls gilt für das ausgetauschte Modul der aktuelle Einspeisetarif. Eine wichtige Rolle bei Repowering-Maßnahmen spielen deshalb die Garantien der Modulhersteller und die darin enthaltenen Regelungen, ab wann ein Modul als mangelhaft eingestuft wird oder nicht.

Checkliste

Für wen ist das Modul-Repowering interessant?

Beim Modul-Repowering ist auf verschiedene Faktoren zu achten:

  • Wirtschaftlichkeit: Wesentliche Einflussfaktoren sind hierbei das Jahr der Inbetriebnahme der Photovoltaikanlage, der verbleibende Vergütungszeitraum, rechtliche Rahmenbedingungen und die Kosten der Repowering-Maßnahme. Im Allgemeinen ist der Ersatz von ineffizienten Modulen sinnvoll, wenn der Mehrertrag einer repowerten Anlage höher liegt als die Kosten des Repowerings inklusive Finanzierung.
  • Betriebssicherheit: Modulschäden wie z.B. ein Hotspot können zu einem Kurzschluss und damit zum Brand einer Solaranlage führen. Damit stellen mache Modulschäden eine akute Gefahr für die gesamte PV-Anlage dar. In diesem Fall sollten Sie zeitnah ein Repowering des betroffenen PV-Moduls veranlassen.

Anbieter

Hier finden Sie in Zukunft eine stetig wachsende Auswahl an Handwerksbetrieben, die Sie für ein Modul-Repowering beauftragen können.

Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet Modul-Repowering?

Modul-Repowering beschreibt den Austausch alter leistungsschwacher Module durch neue Module. Ziel des Austausches ist, es den Ertrag einer Photovoltaik-Anlage zu steigern.

Vor dem Modulaustausch findet in der Regel eine Bestandsaufnahme durch den beauftragten Dienstleister statt. Dabei erfolgt eine individuelle technische Prüfung der Anlage bspw. durch Kennlinienmessung, Thermografie- oder Elektrolumineszenz-Check sowie eine Ertragsanalyse. Es werden verschiedene Maßnahmen entwickelt und technisch und wirtschaftlich bewertet, ein Sanierungskonzept erstellt und der Projektablauf geplant. Auf Basis dieser Schritte erfolgt eine individuelle Angebotserstellung mit Finanzierungskonzept. Sollte das Repowering Ihrer Anlage aus wirtschaftlicher oder technischer Perspektive nicht sinnvoll sein, wird Sie Ihr Dienstleister darüber aufklären.

Beim Modul-Repowering müssen zwei Dinge beachtet werden:

  • Es muss ein messtechnischer Nachweis gegenüber dem Netzbetreiber erfolgen und begründet werden, dass ein Modulaustausch notwendig war. Dieser Nachweis muss für jedes Modul einzeln erfolgen.
  • Durch die Erneuerung von Modulen darf die installierte Leistung zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Photovoltaik-Anlage nicht überschritten werden.

Werden diese Punkte berücksichtigt hat das Modul-Repowering keinen Einfluss auf einen bestehenden Anspruch auf Einspeisevergütung. 

Werden diese Punkte nicht berücksichtigt, bekommen sie die aktuelle Vergütung nach EEG, weil der Austausch der Module mit einer Neuinbetriebnahme gleichzusetzen ist.

Ja. Grundsätzlich dürfen neue Module nur am gleichen Standort wie die auszutauschenden Module installiert werden.

Ja. Sie müssen beim Austausch allerdings beachten, dass Module anderer Hersteller technisch kompatibel zum bestehenden System sind. Weiterhin darf die Nennleistung der neuen Module die Nennleistung der alten Module nicht überschreiten.

Ja, auch einzelne Module sollten ausgetauscht werden. Die Schädigung eines einzelnen Moduls führt nach den physikalischen Gesetzen der Reihenschaltung zur Leistungsminderung des gesamten Strings einer Anlage.