PV-Monitoring Software im Vergleich

10 Lösungen für die kommerzielle & industrielle Anlagenüberwachung (30 kWp - 10 MWp Anlagengröße)

Für die im November 2018 aktualisierte Produktdatenbank "Monitoring- und Betriebsführungssysteme" von pv magazine, haben insgesamt 31 Anbieter mit 71 Systemen ihre Details veröffentlicht. Bei einer derartigen Vielfalt kann es schwierig sein, die beste Lösung für die eigenen Bedürfnisse zu finden.

Während teure SCADA Komplettlösungen das höchstmogliche Detaillevel mit vielen Zusatzfunktionen anbieten, wurden kostenlose Herstellerlösungen für den Residential-Bereich konzepiert. Dienstleister für kommerzielle und industrielle Anlagen haben hingegen eigene Bedürfnisse, die nur von einigen wenigen Anbietern befriedigt werden. Die Prozessoptimierung in der Anlagenüberwachung steht dabei im Vordergrund. Eine Monitoring-Software muss die Prozesse der technischen Betriebsführung unterstützen, um wiederkehrende Aufgaben wie z.B. die Suche nach ertragsrelevanten Fehlern, die Kommunikation und Dokumentation mittels Ticketsystem, und das Reporting effizienter zu gestalten.

Um Transparenz in den Preis-Leistungs-Dschungel zu bringen, hat Solytic einen kompakten Vergleich für PV-Monitoring Software-Lösungen im C&I Segment erstellt. Die folgenden Daten beruhen auf der "Produktdatenbank Monitoringsysteme" von pv magazine (Stand: 22. November 2018) und wurden mit öffentlich zugänglichen Preisangaben der Hersteller ergänzt.

Solytic Logo PowerDog Logo powerdoo Logo smartblue Logo Solar-Log Logo meteocontrol Logo PLEXLOG Logo SMA Logo QOS Logo 3E Logo
Daten von
PV Magazine Logo
Solytic PowerDog powerdoo smartblue WEB Enerest™ XL VCOM PLEXLOG Sunny Portal Professional Qantum Renewable Cloud SynaptiQ
Kosten für 1 MWp pro Jahr* € 200 € 450 € 700 € 360 - € 1.440 € 1.600 nicht öffentlich nicht öffentlich nicht öffentlich nicht öffentlich nicht öffentlich
Ticketingsystem geplant geplant
frei konfigurierbare Berichte (Reports)
automatische Fehlererkennung
Interpretation von Fehlerbildern geplant optional
Berechnung der monetären Verluste bestimmter Fehlerbilder geplant geplant geplant geplant
Wetter-Satellitendaten geplant
Einstrahlungsberechnung nur über Sensor
Performance Ratio
(in Beta)
optional
Stringplan bzw. digitaler Zwilling optional
Leitwartenansicht geplant optional
Portfolio-Management optional
Diagramme anlagenübergreifend vergleichbar
Einrichtungskosten € 0.50 pro kWp (entfallen**) keine keine keine bis 30 kWp kostenfrei nicht öffentlich nicht öffentlich keine nicht öffentlich nicht öffentlich
eigene Hardware nötig nein ja nein nein ja nein nein ja nein nein
Quelle: pv magazine Produktdatenbank Monitoringsysteme, Stand: 22. November 2018
*Preise (exkl. USt.) errechnet auf Basis von folgender Angaben: PowerDog Website | Angaben von powerdoo | smartblue und Solar-Log WEB Enerest™ XL von pv magazine
**Einrichtungskosten entfallen bei Anfragen bis 31.01.2019. Gilt für Portfolios bis zu 10 MWp.

Kosten-Vergleich

5 von 10 Anbietern haben ihre Preise veröffentlicht.

Die folgende Grafik zeigt die jährlichen Kosten für ein Anlagen-Portfolio von insgesamt 1, 5 und 25 MWp. Bei einer Portfoliogröße von 1 MWp ist Solytic um durchschnittlich mindestens 50% günstiger als der Markt. Bei 5 und 25 MWp sind die Unterschiede ebenfalls deutlich zu erkennen.

Solytic gibt es für 20 Cent pro kWp und Jahr, jedoch mindestens € 60. Für kleinere Portfolios sind Lösungen wie das Portal von powerdoo günstiger. Ab einer Portfoliogröße von 86 kWp ist Solytic die preiswerteste Option.

Die Einrichtungskosten (einmalige Setup Gebühr) wurde von 6 Anbietern veröffentlicht. Bei Solytic werden einmalige 50 Cent pro kWp inkl. Einführung verrechnet. Bei den Einrichtungskosten sollte unbedingt die Hardware-Abhängigkeit berücksichtigt werden. Bei Powerdog und SMA werden keine Einrichtungskosten fällig, jedoch läuft die Monitoring Lösung laut Hersteller nur über die eigene kostenpflichtige Hardware. Solar-Log WEB Enerest™ ist ebenfalls Hardware-abhängig, wobei die Einrichtungskosten nur bei Residential-Anlagen bis 30 kWp entfallen. Smartblue hat in der Produktdatenbank eine Preisspanne von € 360 bis € 1.440 angegeben. Jedoch ist es nicht ersichtlich, wann welche Preise verrechnet werden. Für die Darstellung wurde daher der günstigste Fall mit € 360 verwendet.

Warum ist Solytic bis zu 87 % günstiger als andere Lösungen?

Solytic hat sich auf 3 Ebenen Kostenvorteile erarbeitet und gibt diese direkt an den Kunden weiter:

1. "Product First Strategy": Unser Fokus liegt auf Produkt und Service. Solytic verzichtet bewusst auf kostspielige Vertriebs- und Marketing-Kanäle.
2. Investments durch strategische Partner wie Vattenfall: Forschungs- und Entwicklungskosten brauchen nicht auf den Kunden abgewälzt werden.
3. Moderne Software zur Optimierung der internen Arbeitsprozesse: Skaleneffekte werden in günstige Konditionen für Kunden umgewandelt.

Tipp: Nutzen Sie den Solytic Kosten-Rechner und ermitteln Sie Ihr Einsparungspotenzial.

Ticketingsystem

7 der 10 betrachteten PV-Monitoring Lösungen (Solytic, powerdoo, smartblue, Solar-Log WEB Enerest™ XL, VCOM von meteocontrol, SynaptiQ von 3E und die Qantum Renewable Cloud von QOS) bieten ein Ticketsystem an, um Arbeitsprozesse anzustoßen und zu verwalten. So können Störungen priorisiert und möglichst effizient behoben werden.

So macht es Solytic:

Nicht jedes Unternehmen hat die gleichen Arbeitsprozesse. Daher haben wir für das Solytic Portal ein Ticketsystem entwickelt, das die unternehmensspezifischen Arbeitsprozesse individuell nachbilden kann. Das Ticketsystem passt sich an die Arbeitsprozesse an und nicht umgekehrt. Tickets können manuell sowohl im Ticketsystem, wie auch aus den Alarmmeldungen (optional auch automatisch für bestimmte Fehlertypen) generiert werden.

Aus dem Ticketsystem können E-Mails basierend auf dem Tickettyp direkt an die dafür zuständigen Dienstleister oder Mitarbeiter versandt werden. So hilft Solytic O&Ms und Asset Managern dabei ihre Arbeitsprozesse möglichst effektiv zu verwalten.

Automatische Fehlererkennung

Die automatische Fehlererkennung ist wohl eine der grundlegendsten Funktionen. Nicht überraschend, dass diese auch voll allen 10 hervorgehobenen Portalen angeboten wird. Wie oft liegt der Unterschied aber auch hier in den Details.

So macht es Solytic:

Solytic legt auch besonders viel Wert darauf, dass der Benutzer möglichst schnell zu den Informationen gelangt, die er benötigt, um Fehler möglichst zeitnah bearbeiten zu können. Fehler können auf Portfolio-, Anlagen-, Geräteebene aufgelistet werden. Wiederkehrende Fehlerbilder werden gruppiert und Fehler nach Abarbeitung automatisch als erledigt markiert.

Interpretation von Fehlerbildern

Die Interpretation von Fehlerbildern hilft O&Ms dabei, diese effizienter zu analysieren und zu bearbeiten, was zu einer effektiveren Arbeitsplanung führt und schließlich Zeit und Geld spart.

So macht es Solytic:

Solytic bietet zum einen die Anzeige von den Wechselrichtern und Datenloggern gespeisten Systemmeldungen an und zum anderen systemeigene Alarmmeldungen. Der Benutzer kann individuell filtern und sortieren.

Die Flexibilität der systemeigenen Alarmmeldungen wird derzeit erweitert, sodass der Benutzer auch diese Funktion nach den eignen Anforderungen anpassen kann. Grundsätzlich sind im Solytic Portal Filter- und Sortierfunktionen zu finden, um stets schnell zum gewünschten Inhalt zu finden.

Berechnung der monetären Verluste bestimmter Fehlerbilder

Bislang bietet nur meteocontrol mit ihrem VCOM eine Fehlerkostenberechnung im ersten Entwurf an. Basierend auf Erfahrungswerten und Fehlerkategorien können erste Verlustberechnungen abgeschätzt werden.

So macht es Solytic:

Wie viele Anbieter, plant auch Solytic diese Funktion in naher Zukunft anbieten zu können. Die Genauigkeit der Berechnung hängt jedoch maßgeblich von der Bereitschaft des Kunden ab, interne Informationen (z. B. Stundensätze von Service-Mitarbeitern) zu teilen.

Einstrahlungsberechnung anhand von Satelliten- & Sensordaten

Satelliten- und Sensordaten werden herangezogen, um die lokale Sonneneinstrahlung am Standort von Solaranlagen zu berechnen. Dieser Sollwert steht zur Zeit bei fast allen verglichenen Anbietern zur Verfügung (Ausnahme PowerDog).

So macht es Solytic:

Solytic berechnet mithilfe von Satelliten- und Sensordaten die spezifische Soll-AC-Leistung einer Anlage. Neben den Einstrahlungswerten werden auch Systemparameter, wie u. a. Ausrichtung und Neigung der Module sowie die Geoposition der Anlage, herangezogen. So wird der technische Ertragssollwert berechnet. Produziert eine Anlage langfristig weniger als technisch möglich wäre, besteht im Regelfall Handlungsbedarf. Durch eine dynamische Gewichtung der verschiedenen Faktoren lernt das System kontinuierlich und die Berechnung wird mit der Zeit genauer.

Performance Ratio

Die Performance Ratio gibt das Verhältnis der tatsächlich erzeugten Energie zu dem theoretisch maximal möglichen Ertrag (Ist-Ertrag / Soll-Ertrag) in Form eines Leistungsfaktors an und wird i.d.R. als Prozentzahl wiedergegeben. So kann grob geschätzt werden, ob Anlagen innerhalb normaler Parameter operieren.

Entscheidend bei Berechnung der Performance Ratio ist die Datengrundlage. Aussagekräftige Ergebnisse erzielt man bei Berechnung der Performance Ratio, die auf Satellitenmessungen basieren, wenn man einen längeren Zeitraum betrachtet - für gewöhnlich ein Jahr. Werden jedoch Messdaten vor Ort gesammelt, kann man die theoretisch erzielbaren Erträge gut approximieren und somit auch kürzere Zeiträume betrachten.

Die Performance Ratio kann auch herangezogen werden, um Anlagen, die in unterschiedlichen (Klima-)Regionen betrieben werden, zu vergleichen oder um Rückschlüsse auf Verluste zu ziehen. Im Idealfall kann man mit ihr sogar Aussagen über die Degradation, also der zeitlichen Leistungsminderung der Hardware treffen. Dies setzt jedoch eine hohe Messgenauigkeit sowie einen ständigen Vergleich mit den Umgebungsbedingungen voraus.

So macht es Solytic:

Bei Solytic befindet sich die Performance Ratio in öffentlicher Betaphase. Sie wurde speziell für tiefergehende Analysen konzipiert, um frühzeitig schleichende Fehler zu erkennen.

Anzeige eines technischen Stringplans bzw. digitalen Zwillings

Grundsätzlich ist anzumerken, dass Solytic zwischen einem technischen Stringplan und einem digitalen Zwilling unterscheidet. Da wir hier einen möglichst objektiven Vergleich anstreben, wurden die Kategorien jedoch exakt von der pv magazine Marktübersicht übernommen.

Eine Visualisierung der Stringpläne ermöglicht eine intuitive Verknüpfung von Informationen und der tatsächlichen Anlage. So lassen sich z. B. Meldungen und Kennzahlen, wie DC-Spannung oder Ertrag, direkt an den betroffenen Systempunkten lokalisieren und interpretieren.

So macht es Solytic:

Wir unterscheiden in diesem Zusammenhang zwei Ansätze für den Aufbau eines digitalen Zwillings. Zum einen ein Verhaltensmodell, berechnet mittels lernender Algorithmen (Neuronales Netz, Maschinelles Lernen, Künstliche Intelligenz), wie es QOS nutzt, und zum anderen das physikalische Modell, wie es Solytic nutzt.

Das erste Modell nutz Ist-Werte aus dem System, um das Verhalten des Systems unter bestimmten Bedingungen zu erlernen und zukünftig zu bewerten. Weichen später die Ist-Werte von den berechneten Sollwerten ab, können Rückschlüsse auf mögliche Ursachen gezogen werden.

Das physikalische Modell hat seinen Ursprung u. a. bei der NASA – um technische Geräte im Blick zu wissen, wenn sie physisch nicht erreichbar sind. In diesem Ansatz werden die Systemkomponenten mit allen Eigenschaften in ein digitales Modell geladen und deren Messwerte in einen Zusammenhang gebracht. So kann man zum einen von der Ferne aus jederzeit den genauen Zustand des gesamten Systems oder der Komponenten bestimmen und auswerten. Zum anderen lassen sich Szenarien simulieren, im Fall von Photovoltaik z. B. der Austausch eines Wechselrichters sowie der daraus resultierende Effekt auf den Ertrag.

Heute werden zudem die Daten in einen Zusammenhang gebracht, um das dynamische Verhalten von Systemen zu erlernen und vorausschauend auswerten zu können.

Leitwartenansicht

Mit der Leitwartenansicht erhält der Benutzer eine Übersicht mit KPIs und Fehlermeldungen für die effiziente Überwachung von Anlagenportfolios.

So macht es Solytic:

Solytic unterteilt diese datenbezogene Ansicht in ein direktes Portfoliobenchmark sowie eine qualitative Darstellung für eine schnelle Fehleridentifikation mit Lokalisierung. Diese beinhaltet die wichtigsten Informationen, die ein O&M braucht, um einen Handlungsbedarf festzustellen. In dem direkt verbundenen Portfolio Management werden zudem Geräte- und Anlagenfehler sowie die wichtigsten Portfoliokennzahlen angezeigt, dazu unten mehr.

Portfolio-Management

Während ein detailliertes Monitoring für Anlagen auf Wohnhäusern oft gar nicht notwendig ist bzw. sich einfach nicht rechnet, müssen Großanlagen so genau überwacht werden, dass Portfolio Ansichten und Funktionen eine eher untergeordnete Rolle spielen. Anders aber im kommerziellen und industriellen Segment, wo oft eine Vielzahl von Anlagen möglichst effizient überwacht werden muss.

Und das ist das Entscheidende. Es genügt nicht nur eine Vielzahlt von Anlagen in dem Portal verwalten zu können. Vielmehr geht es darum Bedingungen für O&Ms und Asset Manager zu schaffen, die es ermöglichen ein Portfolio möglichst effizient zu verwalten.

So macht es Solytic:

In Solytic werden verschiedene Portfolio-Ansichten geboten. Während Monitoring-Lösungen im Regelfall auf der klassischen Baumstruktur basieren, können mit Solytic Arbeitsschritte eingespart werden und auf Portfolioebene sämtliche (oder ausgewählte) Geräte und nicht nur Anlagen überwacht werden.

Man kann sich z. B. alle Wechselrichter des gesamten Portfolios in einer Übersicht anzeigen lassen, nach “Problemfällen” filtern und vergleichen. Durch Ansichten wie diese lassen sich viele Arbeitsprozesse mit Solytic effizient abwickeln.

Diagramme anlagenübergreifend vergleichbar

Der Vergleich verschiedener Anlagen bietet die Möglichkeit, Leistungsabweichungen und Systemschwächen aufzuzeigen, die einzeln betrachtet kaum sichtbar wären. Hierbei ist jedoch Vorsicht geboten, da viele Faktoren Einfluss auf die Messwerte, wie DC-Spannung oder AC-Ertrag nehmen. Unter der Berücksichtigung aller Systemparameter können jedoch auch vermeintlich anlagenindividuelle Werte in Bezug gesetzt werden.

So macht es Solytic:

Die Solytic Software normiert die Analgenwerte unter Berücksichtigung verschiedener anlagenspezifischer Kenngrößen und Charakteristika, z. B. dem Stringplan, der Geoposition und der Ausrichtung der Module. Auf diese Weise können u. a. die Leistung und der Ertrag gerätespezifisch verglichen werden.

Ist die Software herstellerunabhängig?

7 der 10 Lösungen können ohne zusätzliche Hardware benutzt werden (Solytic, powerdoo, smartblue, VCOM von meteocontrol, PLEXLOG, SynaptiQ von 3E und Qantum Renewable Cloud von QOS). Für 3 Lösungen besteht eine Hardware-Abhängigkeit, dh. es muss laut Hersteller ein entsprechender Datenlogger verwendet werden (PowerDog, Solar-Log WEB Enerest™, Sunny Portal von SMA).

Welche Lösung für den jeweiligen Anwendungsfall die Richtige ist, ist im Einzelnen zu klären. Beim Umzug eines größeren Portfolios ist es leichter und kosteneffizienter, eine Lösung ohne zusätzliche Hardwarekosten in Betracht zu ziehen.

Überzeugen Sie sich selbst!

Wir empfehlen grundsätzlich alle Lösungen vorab zu testen. Daher bietet Solytic eine 30-tägige Testphase an.


Anmerkung:
Dieser Vergleich basiert auf öffentlichen Daten aus der "Produktdatenbank Monitoringsysteme“ von pv magazine. Preise stammen, wenn vorhanden, direkt von den Anbietern. Mit dieser Anmerkung möchten wir explizit darauf hinweisen, dass es sich bei diesem Artikel lediglich um einen Auszug handelt, der sowohl die aus unserer Sicht wichtigsten Features als auch Anbieter vergleicht. So können wir eine angemessene Übersicht der Informationen gewährleisten. Um die vollständigen Daten einzusehen, rufen Sie einfach direkt die Produktdatenbank von pv magazine auf.
Für Updates von Produkt-Details - schreiben Sie uns bitte eine E-Mail an marketing@solytic.com.