Speichernachrüstung für Bestandsanlagen

Ihr Schritt in Richtung Unabhängigkeit

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"Unabhängigkeit von steigenden Strompreisen und Energiekonzernen"

Genau dies sind die zwei häufigsten Gründe für den Kauf eines Stromspeichers. Während noch vor einigen Jahren dieser Wunsch ein kostspieliges Unterfangen war, sind in der Zwischenzeit die Preise für Batterien signifikant gesunken, sodass in vielen Fällen die Speichernachrüstung aus ökonomischer Sicht sinnvoll ist. Spätestens zum Ende Ihrer zugesicherten 20-jährigen EEG-Einspeisevergütung, sollten Sie jedoch darüber nachdenken eine Speichernachrüstung durchzuführen. Der von Ihnen produzierte Strom wird aller Voraussicht nach wesentlich günstiger sein, als der Strom von Ihrem Stromanbieter.

Fragezeichen

Wie funktioniert ein Stromspeicher?

Ein Stromspeicher speichert die überschüssige Energie Ihrer Solaranlage direkt bei Ihnen im Haus. Auf diese Weise peist Ihre Solaranlage weniger des selbst-produzierten Stroms in das Stromnetz ein. Der gespeicherte Strom kann dann stattdessen immer zu der Zeit von der Batterie abgerufen werden, wenn Sie in benötigen, z.B. abends.

Ersparnisse

Wann rechnet sich ein Stromspeicher?

Ob ein Stromspeicher sich rechnet, ergibt sich aus dem Verhältnis der Kosten für die Stromerzeugung und -speicherung pro Kilowattstunde verglichen mit dem Strombezugspreis bei Ihrem Stromanbieter. Der durchschnittliche Strompreis liegt aktuell bei 30,5 Cent pro kWh. Erfahrungsgemäß liegen die Kosten für die Stromerzeugung zwischen 8 und 10 Cent pro kWh. Die Stromspeicherung sollte demnach nicht mehr als 22,5 Cent pro kWh kosten, damit sich Ihr Speicher sich rentiert.

Idealerweise lassen Sie sich bei der Berechnung der Rentabilität von einem Fachmann beraten, der Ihre persönlichen Umstände genau mit einplanen kann.

Abwärtstrend

Wie ändern sich meine Stromkosten?

Mit der Installation einer Solaranlage erzielen Sie für gewöhnlich einen Autarkiegrad von 30%-35% und müssen entsprechend weniger Strom von Ihrem Stromanbieter kaufen. Zeitgleich speisen Sie aber eine Menge überschüssigen Strom in das Stromnetz ein. Installieren Sie nun einen Stromspeicher, lassen sich Autarkiegrade von bis zu 75% erzielen. Dabei hängt der Autarkiegrad von Ihrem Verbrauchsprofil sowie der Größe des gewählten Stromspeichers ab. Die meisten Auslegungen befinden sich um einen Autarkiegrad von 60%.

Jährliche Stromkosten

Annahmen: 4.500 kWh Verbrauch, Anlagengröße 5,5 kWp, Speichergröße 5,5 kWh, Strompreis 30,5 Cent/kWh, Einspeisevergütung 10,64 Cent/kWh, spezifischer Ertrag 900 kWh/kWp, Eigenverbrauchsquote 30% (ohne Speicher) 60% (mit Speicher), steuerliche Belastungen exkl.

Anbieter

Häufig gestellte Fragen

Wie oft kann ein Batteriespeicher geladen werden?

Moderne Batteriespeicher sind dafür ausgelegt, dass sie mehrere tausend Ladezyklen aushalten. Je nach Anbieter hält ein Speicher 7.000 bis 10.000 Voll-Zyklen aus. Wird ein Zyklus nicht zu 100% gefahren, da z.B. weniger Strom benötigt wurde, spricht man von einem Teil-Zyklus. Ein Voll-Zyklus kann also aus mehreren Teil-Zyklen bestehen.

Wie lange ein Batteriespeicher hält hängt nicht nur von der Zyklenzahl ab. Die einzelnen Batteriezellen unterliegen auch einer natürlichen Alterung. Während die meisten Hersteller auf Ihre Batteriespeicher eine Garantie von 10 Jahren geben, wird jedoch erwartet, dass die durchschnittliche Lebensdauer der Systeme bei etwa 15+ Jahren liegt.

Stromspeicher werden meistens in der direkten Nähe zum Wechselrichter installiert. Dies ist in der Regel im Keller oder Hauswirtschaftsraum eines Gebäudes. Dabei kommen den Batterien die stabilen Umgebungstemperaturen zur gute. Es gibt jedoch auch Hersteller wie Tesla, die Ihre Batterien so konzipiert haben, dass sie auch an der äußeren Hauswand installiert werden können.

Beim Umwandeln und Speichern der Energie entsteht ein Energieverlust. Der Wirkungsgrad gibt dabei Aufschluss wie effizient der Stromspeicher arbeitet bzw. wie viel der ursprünglichen Energie wieder verwendet werden kann. In der Praxis unterscheidet man zwischen dem Batterie- und dem Systemwirkungsgrad.

Der Batteriewirkungsgrad bezieht sich nur auf die Batterie und die in ihr entstehenden Verluste. Bei modernen Lithium-Ion-Batterien lassen sich hier Werte von bis zu 98% erzielen.

Der Systemwirkungsgrad betrachtet das gesamte System, also auch den Wechselrichter, da auch hier Verluste in der Energieumwandlung geschehen.

Die Wirkungsgrade sind verschiedenen Faktoren ausgesetzt, die diese beeinflussen können. Dazu gehören die Temperatur, der Ladestand und die Auslastung des Speichers. Das interne Batteriemanagementsystem des Stromspeichers versucht ständig diese Faktoren im Betrieb mit einzuplanen.

Die Speicherkapazität gibt an wie viel Energie maximal in einem Stromspeicher geladen werden kann. Dabei erfolgt die Angabe in der Einheit Kilowattstunden (kWh). Die Speicherkapazität gewöhnlicher Akkus für Privathaushalte liegt zwischen 4 und 16 kWh.

Die Entladetiefe (engl. DOD = depth of discharge) liegt bei den meisten Speichern bei weniger als 100%, da sonst die Batterien beschädigen würden. Viele Hersteller empfehlen daher nur einen gewissen Prozentsatz der Speicherkapazität zu nutzen, damit die Batterien zu schonen und die angegebene Lebensdauer zu erreichen. Moderne Lithium-Ion-Speicher haben eine Entladetiefe von bis zu 95%. Blei-Akkus haben hingegen eine Entladetiefe von 50%.

Die Nutzkapazität gibt an wie viel Kapazität vom Speicher tatsächlich im Alltag genutzt werden kann. Hierbei wird auf die Entladetiefe und Beladungsgrenze des Speichers Rücksicht genommen. Damit ist die Nutzkapazität eine Teilmenge der gesamten Speicherkapazität.

Bei Batteriespeichern kommen großteils Blei- und Lithium-Ion-Akkus zum Einsatz, wobei in den vergangen Jahren stärker auf die letztere Technologie gesetzt wurde. Grund dafür sind die stark gesunkenen Preise der Lithium-Ion-Akkus, ihr höherer Wirkungsgrad sowie ihre längere Lebensdauer.

Aktuell bieten verschiedene Bundesländer Förderprogramme für die Installation von Batteriespeichern an. Dabei unterscheiden sich die Programme in ihrer Vergütung und den Konditionen. Lassen sie sich von Ihrem Anbieter über den aktuellen Stand informieren. Er wird Sie gerne beraten.