Direktvermarktung Ihrer PV-Energie

In Partnerschaft mit derEnBW

Virtuelles Kraftwerk EnBW

In Deutschland ist mit dem Inkrafttreten des novellierten EEG 2014 zum 01.08.2014 die Direktvermarktung für bestimmte Neuanlagen verpflichtend. Ziel war und ist es, den eingespeiste Strom dem „Markt“ zugänglich zu machen. Was anfangs ab einer installierten Leistung von 500 kW galt, betrifft seit 2016 bereits alle neu errichteten Photovoltaikanlagen ab einer installierten Leistung von 100 kW. Für Anlagen unter 100 kW ist die Direktvermarktung (noch) optional.

Warum gibt es die Direktvermarktung?

Im Gegensatz zu EEG-geförderten Anlagen kann der Strom in der Direktvermarktung vielfältiger und flexibler genutzt werden. Meist kümmert sich ein externes Direktvermarktungsunternehmen (wie z.B. das Virtuelle Kraftwerk der EnBW) explizit um die Vermarktung und koordiniert zeitgleich die verschiedenen Stromproduzenten. Dabei wird der (überschüssige) Strom aus Ihrer Solaranlage über das öffentliche Stromnetz an Großabnehmer oder die Strombörse veräußert.

Welche Anlagengrößen kommen für die Direktvermarktung in Betracht?

Die Direktvermarktung über das Virtuelle Kraftwerk der EnBW ist für alle Anlagengrößen möglich. Ihre Solaranlage muss also nicht größer als 100kWp sein, um erfolgreich an der Direktvermarktung teilnehmen.

Welche Vorteile bietet mir die Teilnahme an der Direktvermarktung?

Mit der Teilnahme an der Direktvermarktung erhalten Sie die Erlöse aus dem Stromverkauf, abzüglich einer kleinen Vermarktungspauschale. Zusätzlich erhalten Sie eine Marktprämie vom Verteilnetzbetreiber und eine Managementprämie vom Gesetzgeber. Zusammengenommen ermöglicht Ihnen dies als Anlagenbetreiber eine attraktive Vergütung.
Ob die Direktvermarktung auch für Sie attraktiv ist, erfahren Sie in wenigen Schritten durch den Kalktulator der EnBW.

In drei kurzen Schritten zur Direktvermarktung

Prüfung

Angebotscheck

Prüfen Sie mit dem Erlösrechner Ihre Vorteile oder fordern Sie direkt Ihr persönliches Vertragsangebot an.

Anbindung

Anbindung Ihr Solaranlage

Die Anbindung erfolgt ganz unkompliziert, nachdem unser Partner die für Sie geeignetste Anbindungsvariante geprüft und getestet hat. Beachten Sie, dass Sie die Voraussetzungen zur Fernsteuerbarkeit von Anlagen in der Direktvermarktung gemäß §20 EEG 2017 erfüllen müssen.

Netzwerk

Start der Direktvermarktung

Sie sind nun bereit für den Start in die Direktvermarktung, profitieren von einer gesicherten monatlichen Gutschrift Ihrer Stromerlöse und werden Teil eines ganzen Verbundes an Energieproduzenten.

Häufig gestellte Fragen

Welche Anlagen kommen für die Direktvermarktung in Betracht?

Prinzipiell können alle Anlagen bei der Direktvermarktung teilnehmen. Jedoch ist die Teilnahme nicht für jeden Anlagenbetreiber sinnvoll. Die Erlöse hängen von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B.:

  • Anlagengröße
  • Inbetriebnahmedatum
  • EEG-Vergütung
  • Eigenverbrauch

Verwenden Sie den unverbindlichen Kalkulator, um die Erlöse für Ihre Anlage zu ermitteln.

Solaranlagen, die ab dem 1. Januar 2016 in Betrieb genommen wurden, müssen ab einer installierten Leistung von 100 kW ihren Strom direkt vermarkten. Dies geht aus dem §21 EEG 2017(zuvor §37 EEG 2014) hervor. Zusätzlich gilt die verpflichtende Fernsteuerbarkeit der Solaranlagen durch ein zentrales Leitsystem.

Ausnahmen für Bestandsanlagen:

Die verpflichtende Direktvermarktung gilt nicht für Solaranlagen, die gemäß (EEG 2014, §100, Absatz 1, Nr. 6) vor Inkrafttreten des EEG 2014 ans Netz gegangen sind und in Betrieb genommen wurden.

Die Marktprämie ist eine EEG-umlagenfinanzierte Zahlung an Betreiber von Solaranlagen zur Erzeugung von Solarstrom. Mit der Marktprämie wird die Differenz zwischen dem Großhandelspreis für Strom und der anlagenspezifischen Förderhöhe ausgleichen. Dabei wird die Marktprämie vom Verteilnetzbetreiber an Anlagenbetreiber ausgezahlt. Dieser hat als Anlagenbetreiber in der Direktvermarktung keinen Anspruch mehr auf die fixe EEG-Vergütung.

Die Marktprämie für Bestandsanlagen vor EEG 2017 wird mittels des Referenzmarktwert (im EEG 2014 "Monatsmarktwert" genannt) berechnet. Die Marktprämie lässt sich mit folgender Formel ermitteln:

Marktprämie = fixe Einspeisevergütung – Referenzmarktwert (bzw. Monatsmarktwert)

Der Referenzmarktwert errechnet sich gemäß folgender Formel:

Referenzmarktwert = Energieträgerspezifischer Marktwert – Managementprämie

Der energieträgerspezifischee Marktwert stellt den durchschnittlichen Stundenpreise am Spotmarkt (EPEX Spot SE in Paris) dar. Dieser wird mit den energieträgerspezifischen Faktoren verrechnet.

Die Managementprämie wurde mit dem EEG 2012 eingeführt. Es ist eine Prämie an Betreiber von Solaranlagen, die ihren Strom über das Marktprämienmodell an der Strombörse vermarkten. Mittels der Managementprämie werden  Vermarktungsrisiken und Mehraufwand auf Seite der Anlagenbetreiber abgefangen.

Ein Virtuelles Kraftwerk fasst mehrere dezentrale Stromproduzenten im Stromnetz zusammen und steuert diese über ein gemeinsames Leitsystem. Der Anlagenschwarm, der dem Virtuellen Kraftwerk angeschlossen ist, profitiert somit von einer gemeinsamen Vermarktung von Strom und die Flexibilität. Die Leitzentrale des Virtuellen Kraftwerks übernimmt dabei die Führung des Schwarms mittels eines zentralen Leitsystems, welches mit intelligenten Algorithmen die einzelnen Stromproduzenten koordiniert und regelt.

Ihre Solaranlage muss gemäß §20 EEG 2017 die Voraussetzung der Fernsteuerbarkeit erfüllen. Diese erfolgt über eine verschlüsselte Verbindung (VPN) über die Fernwirkprotokolle IEC 60870-5-104 oder Modbus TCP. Ob der von Ihnen eingesetzte Datenlogger dazu in der Lage ist, erfahren Sie bei auf der Webseite des Herstellers.