Oktober 19, 2018

Darf PV-Monitoring in Zukunft noch Geld kosten?

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Die PV-Servicebranche steht unter massivem Kostendruck, was sich auch in fallenden O&M-Preisen zeigt. Die Preise für O&M-Verträge sind in den letzten Jahren signifikant gefallen: zwischen 2016 und 2017 sogar um 30%. Das wissen wir aus einer von uns durchgeführten Studie aber auch aus öffentlich zugänglichen Quellen. Aus der Studie ging ebenfalls hervor, dass sich der Preisabfall im Jahr 2018 weiter fortsetzt. Wir fragten weiter, ob sich dieser Trend auch auf Monitoringkosten widerspiegelt. Immerhin bilden Monitoringkosten oftmals bis zu 15 Prozent der O&M-Gesamtkosten ab und liegen derzeit bei circa 80 Cent/kWp/Jahr. Laut unserer Umfrage, an der fast 100 EPC-Firmen und O&M-Dienstleister aus dem C&I Segment teilnahmen, ergab sich allerdings, dass Monitoringpreise nicht proportional genug zum Markt fallen und daher eine wachsende Belastung darstellen.

Preisentwicklung PV-Monitoring-Software

Wir haben den Optimierungszwang ihrer Kunden als Aufgabe verstanden. Mit 20 Cent/kWp/Jahr kommen wir unseren Kunden, die eine professionelle Monitoring-Lösung benötigen, daher stark entgegen und liefern eine schlanke, dafür jedoch bedarfsgerechte Lösung. Nur das ermöglicht den attraktiven Preis.

Wir arbeiten zudem an selbstlernenden Algorithmen, die auf Technologien wie IoT und künstliche Intelligenz zurückgreifen. Diese werden den manuellen Aufwand vor dem Bildschirm für das Fachpersonal reduzieren. Das ermöglicht unseren Kunden mit ihrem aktuellen Team das Wachstum der kommenden Jahre mitzugehen und dabei dennoch nachhaltig zu wirtschaften. Betreiber können dann den Aufwand der Überwachung pro Anlage deutlich reduzieren und ihre Wartungseinsätze noch besser planen. Alltägliche Fragestellungen sollen hier unterstützt werden, wie z.B. “lohnt es sich Geld in die Hand zu nehmen, um eine Photovoltaik-Anlage zu reinigen und wann wäre der optimale Zeitpunkt?” oder “ist ein Leistungsabfall tatsächlich gerätebedingt und lohnt es sich Wartungspersonal zur Anlage zu schicken oder nicht?” Im weiteren Verlauf werden die intelligenten Analysen uns auch immer näher an die sog. Predictive Maintenance heranführen.

Wir sind davon überzeugt, dass die Digitalisierung das traditionelle Monitoring deutlich erleichtern wird. Dies wird zu einem drastischen Preisverfall führen und schließlich die derzeit noch üblichen Dienstleistungen, wie die Visualisierung historischer Leistungsdaten zur manuellen Analyse, komplett in den Hintergrund drängen. Daher ist unsere Position, dass das Monitoring, wie wir es heute kennen, in Zukunft nur noch als Back-Up erhalten bleiben wird.

Was denken Sie?

Wie schätzen Sie die Potenziale einer Digitalisierung der Photovoltaik-Branche ein? Darf Monitoring zukünftig noch Geld kosten? Ab wann würden Sie sich auf ein Softwareprogramm verlassen können und wollen?

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Konrad Perenyi

Gründer

Digitaler Entrepreneur seit 2006, darunter Rocket Internet, Quandoo, und DailyDeal. Stationen in USA, China, Singapur. Master an der WU Wien.

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