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bos.ten wird Plattform-Partner von Solytic

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Der technische Betriebsführer bos.ten Group aus Regensburg wird offizieller Plattform-Partner des PV-Monitoring-Anbieters Solytic aus Berlin.

„Die enge Zusammenarbeit mit der Firma bos.ten als offiziellen Plattform-Partner bringt künftig viele Vorteile für unsere Kunden“, sagt Konrad Perényi. Er ist einer der Gründer und Geschäftsführer von Solytic und erläutert: „Die Hardware der bos.ten Group ist bereits vorkonfiguriert, die Komponenten müssen deshalb nicht zusätzlich verbunden werden. Das erleichtert die Integration der Anlagen ins Monitoring. Gleichzeitig können wir unsere Kunden an einen sehr professionellen und TÜV-zertifizierten Betriebsführer verweisen.“

Die bayerische Firma bos.ten verfügt über langjährige Erfahrung mit PV-Anlagen. Bis heute hat sie 165 Megawatt Gesamtleistung geplant, gebaut oder gewartet. Solytic will die Überwachung von PV-Anlagen mit ihrer Software künftig stärker automatisieren. Die bisher gängigen Abläufe in Leitwarten werden sich verändern, die Arbeit von O&M-Dienstleistern wird deutlich effizienter.

„Solytic liefert ein fortschrittliches Monitoring-Portal für kommerzielle Solaranlagen, das unabhängig vom Wechselrichter genutzt werden kann. Die Lösung ermöglicht uns durch einen höheren Automatisierungsgrad mehr Anlagen mit unserer Mannschaft zu überwachen und zu betreiben. Das technische Management wird skalierbar und die Anlagen-Portfolios werden in Echtzeit überwacht und analysiert. Durch diese Entlastung können sich unsere Techniker so stärker auf die relevante Fehlerbehebung konzentrieren“, sagt Jutta Weber, Vorstand des Familienunternehmens bos.ten.

Über bos.ten:
Die seit 1990 in Regensburg ansässige bos.ten AG verwaltet Projekte im Bereich der Erneuerbaren Energien. Sie ist Spezialist für Überwachung sowie TÜV-zertifizierte Wartung und die Betriebsführung von Photovoltaikanlagen für Investoren im In- und Ausland. Mit ihrem Schwesterunternehmen der bos.ten Group bietet sie alle Leistungen rund um Photovoltaik aus einer Hand an.

Logo bos.ten

Entwicklung der Einspeisevergütung und die Auswirkungen auf PV-Monitoring-Kosten

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Strom aus Photovoltaikanlagen wird über die Einspeisevergütung gefördert. Anlagenbetreiber erhalten eine festgelegte Vergütung für eingespeisten Solarstrom über einen Zeitraum von 20 Jahren garantiert. Dadurch können die Erlöse einer Photovoltaikanlage relativ sicher prognostiziert werden.

Einspeisevergütung durch das Erneuerbare Energien Gesetz ab 2005

Die Entwicklung der Einspeisevergütung durch das Erneuerbare Energien Gesetz ab 2005 ist einmal in folgender Tabelle und in anschließender Grafik festgehalten:

Auswirkungen der sinkenden Einspeisevergütung auf die PV-Servicebranche

Die anfänglich hohen Einspeisevergütungen haben auch relativ hohe Margen für die professionelle Betreuung von PV-Anlagen erlaubt. Die schnell sinkenden Investitionsaufwände für PV-Anlagen führen im Markt allerdings zu einer neuen Erwartungshaltung. Die Servicebranche muss nachziehen und eine ähnliche Preisentwicklung zeichnen. Allein zwischen den Jahren 2016 und 2017 sanken die Preise für O&M-Verträge um 30 % auf ein Niveau von rund 10 €/ kWp pro Jahr. Dabei spielen die Personalkosten die größte Rolle im Servicegeschäft. Dieser Kostendruck wirkt sich direkt auf Wartungsverträge aus und um die Preisziele zu erfüllen, müssen diese Verträge angepasst werden.

Mit dem Einzug digitaler Technologien in die Solarbranche können Arbeitsschritte teilweise automatisiert und verfügbare Ressourcen zielgerichteter eingesetzt werden. Die Monitoringsysteme werden zukünftig zuverlässig und kosteneffizient die PV-Systeme untersuchen, während das Wartungspersonal wertschöpfenden Tätigkeiten beim Kunden nachgehen kann.

Die Preise für Monitoring-Software liegen heute noch oftmals um 0,80 € / kWp pro Jahr. Das wird sich sehr bald ändern, denn aus Sicht des Kunden stimmt das Preis-Leistungsverhältnis nicht mehr. Die einfache Visualisierung von Daten wird nicht mehr als wertgenerierend oder gar wertschöpfend wahrgenommen.

Solytic und Powerdoo arbeiten an einer gemeinsamen Vision

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Die beiden KI Pioniere Solytic aus Berlin und Powerdoo aus Rostock entwickeln die digitale Leitwarte der Zukunft.

Solytic und Powerdoo planen zukünftig eine engere Zusammenarbeit, so lautet es von beiden Unternehmen. Die PV-Monitoring-Spezialisten bieten ihre Lösungen primär für technische Betriebsführer an, um gewerbliche und industrielle PV-Anlagen zu betreuen. Die Portale laufen auf allen gängigen Geräten, sind unabhängig vom Hardware-Hersteller und bieten White Label an.

Für die Produktentwicklung sollen Ideen und Erfahrungen ausgetauscht werden, um das automatisierte Monitoring anhand von neuen Technologien zu verbessern. Die Leitwarte der technischen Betreiber muss künftig stärker automatisiert funktionieren, um das Fachpersonal von den Bildschirmtätigkeiten zu befreien. Die Marktentwicklung und der Kostendruck zwingen die O&Ms dazu ein immer größeres Portfolio zu betreuen, um ihre Margen zu verteidigen. Mehr On-Site Engagement, statt monotoner Off-Site Anlagenüberwachung, so lautet die Devise.

„Durch den jährlichen Zuwachs müssen immer mehr PV-Anlagen überwacht werden. Der globale Markt wird sich bis 2022 verdoppeln. Mit der heutigen manuellen Anlagenüberwachung wird das nicht funktionieren. Leitwarten mit 15 Mitarbeitern betreuen heutzutage rund 1 GW. Diese Gleichung muss aufgelöst werden. Daran arbeiten Powerdoo und Solytic”, sagt Konrad Perényi, Geschäftsführer von Solytic.

„Wenn zwei deutsche Unternehmen in eine Richtung arbeiten und auf dem globalen Markt bestehen wollen, muss man über einen Austausch sprechen. Nach eineinhalb freundschaftlichen Jahren wollen wir nun unseren Austausch intensivieren, um den Automatisierungsgrad in der Anlagenüberwachung auf dem PV-Markt deutlich zu erhöhen”, sagt Johannes Dahl, Geschäftsführer von Powerdoo.

Über Powerdoo:
Powerdoo hat sich auf die Überwachung von Solaranlagen spezialisiert und ist seit über 5 Jahren am Markt. Die intelligente Monitoring-Software hilft Kunden wie Greentech oder der CEE Group, ihre Erträge zu optimieren. Powerdoo überwacht derzeit 900 MW und 5.000 Anlagen.

Logo Powerdoo

Der O&M-Kalender für PV-Events 2019

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Der Markt für O&M-Anbieter entwickelt sich sehr dynamisch. Innerhalb von nur sieben Jahren sind die Preise für O&M-Leistungen um über 70 % gesunken. Trends wie Automatisierung, Digitalisierung und der Einfluss von künstlicher Intelligenz verbessern die Software rasant. Sie vereinfachen die Arbeit der Betreiber. Informationen und Daten sind das Gold des 21. Jahrhunderts. Es gilt, immer auf dem Laufenden zu bleiben.

In unserem interaktiven Kalender finden Sie alle wichtigen PV-Konferenzen und -Fachmessen, die interessant für O&Ms sind. 2019 sind bereits über 50 Veranstaltungen aus Deutschland und Europa gelistet.

Mit Hilfe der farblichen Kennzeichnungen pro Event, können Sie erkennen, ob Solytic teilnimmt oder nicht. Gelb = Solytic nimmt teil und Blau = Solytic nimmt nicht teil.

Alle Infos auf einen Blick: In jedem Eintrag finden Sie einen Link zur Veranstaltung, eine Kurzvorstellung sowie den Veranstaltungsort.

Abonnieren Sie unseren kostenlosen Kalender und lassen Sie sich die Daten in Ihrem eigenen Kalender anzeigen, um über alle wichtigen Branchenevents auf dem Laufenden zu bleiben. Klicken Sie dafür auf den Follow-Button oben rechts:

Solytic sorgt dafür, dass die Einträge immer auf dem neuesten Stand sind und relevante neue PV-Veranstaltungen eingetragen werden. Diese Informationen erhalten Sie automatisch in Ihrem abonnierten Kalender – Sie müssen dafür nichts weiter tun.

Sollten wir eine Konferenz, Fachmesse oder ein Event übersehen haben oder sollten wir einen bestehenden Eintrag aktualisieren, sagen Sie uns gern Bescheid. Kontaktieren Sie uns einfach unter marketing@solytic.com.

An folgenden Konferenzen wird Solytic 2019 teilnehmen

27. - 28.02.19: PV Operations Europe, München
→ Tag 1, 16:30 - 17:15 Uhr: CEO & Founder Johannes Burgard nimmt teil an der Panel Discussion "Disruptive Technologies in PV"
19. - 21.03.19: PV Symposium, Bad Staffelstein
14. - 15.05.19: InterSolar Europe – Konferenz, München
15. - 17.05.19: InterSolar Europe – Messe, München
30. - 31.10.19: Solar Asset Management (SAM Europe), Frankfurt
Anf. September (tba): Die Betreiberkonferenz, Bremen

Sie möchten sich mit uns auf einer Konferenz treffen? Kontaktieren Sie uns einfach unter marketing@solytic.com

Im Folgenden können Sie auf einen Blick sehen, welche Konferenzen im Kalender zu finden sind:

Events in
Deutschland 2019

07.- 08.02.19, Freiburg:
Kongress Energieautonome Kommunen
08. - 10.02.19, Freiburg:
Gebäude.Energie.Technik
20. - 21.02.19, Dortmund:
maintenance Dortmund
27. - 28.02.19, München:
PV Operations Europe
18. - 19.03.19, Bad Staffelstein:
Forum Bauwerkintegrierte Photovoltaik
19. - 21.03.19, Bad Staffelstein:
PV Symposium
11.04.2019, Berlin
Urban Energy Forum
14. - 15.05.19, München:
InterSolar Europe – Konferenz
15. - 17.05.19, München:
InterSolar Europe – Messe
14. - 15.05.19, München:
Smart Renewable Systems Conference
15. - 16.05.19, Berlin:
Ecosummit
15. - 16.05.19, Marburg:
Stadtwerke mit Erneuerbaren Energien
15. - 17.05.19, München:
EM Power Messe
23. - 24.09.19, Berlin:
Digitale Energiewelt
21. - 22.11.19, Berlin:
Forum Neue Energiewelt
Anf. September, Bremen:
Die Betreiberkonferenz
30. - 31.10.19, Frankfurt:
Solar Asset Management

Events in
Europa 2019

06. - 07.03.19, Brüssel, Belgien:
SolarPower Summit
19. - 21.03.19, Haarlemmermeer, Netherlands
Solar Solutions
13.06.2019, Utrecht, Netherlands:
The Solar Future
23. - 24.05.19, Rome, Italy:
Europe Solar + Energy Storage Congress 2019
16. - 18.04.19, Kyiv, Ukraine:
CISOLAR
22. - 23.05.19, Crete, Greece:
4th International Hybrid Power Systems Workshop
18.06.2019, Barcelona, Spain:
Intersolar Summit Spain
09. - 13.09.19, Marseille, France:
EU PVSEC
19.09.2019, Amsterdam, Netherlands:
Floating Solar Conference

PV-Monitoring: 23% der Störfälle für 94% der Ertragsausfälle verantwortlich

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Bevor die ertragreichen Monate in 2019 beginnen, haben wir eine Analyse für 2018 erstellt, wobei 94% der Ertragsausfälle auf rund 23% der Störfälle zurückzuführen sind.

Aber was bedeutet das für die Betriebsführer und wie können smarte PV-Monitoring-Lösungen wie Solytic dabei helfen?

Unsere Studie umfasst 12.500 Photovoltaikanlagen mit insgesamt 800 Megawatt installierter Leistung mit Schwerpunkt in der DACH-Region. Im Durchschnitt liegen die Anlagen bei 64 Kilowatt Leistung. Statistisch kommt es im Jahr zu 24 Störfällen. Der technische Betriebsführer erhält somit rund zwei Fehlermeldungen pro Anlage und Monat. Er muss dann entscheiden, welche davon ertragsrelevant sind somit zeitnah behoben werden müssen.

Kommunikationsprobleme für über 50% der Fehler verantwortlich

Mehr als jeder zweite Störfall ist dabei ein Kommunikationsproblem (siehe Grafik). Das bedeutet, die Internetverbindung ist kurzfristig unterbrochen oder der Datenlogger oder
Wechselrichter haben ein Kommunikationsproblem. Im Normalfall reicht es, den Logger oder den Umrichter neu zu starten – und alles läuft wieder einwandfrei. Zu einem Ertragsverlust kommt es bei diesen Störfällen allerdings nicht. Zwar werden keine Daten an die Monitoring-Software übertragen, aber die Anlage arbeitet dennoch normal weiter. Je nach Hardware, werden die Daten zwischengespeichert, wodurch in den meisten Fällen auch keine Dokumentationslücken entstehen.

Die kritischen Fälle – Wechselrichter- oder Anlagenausfälle

Ganz anders ist der seltene aber kritische Fall, dass eine Anlage komplett ausfällt. Statistisch kommt das zwar nur einmal im Jahr vor. Aber dieses Ereignis summiert sich im Schnitt auf rund 40 Prozent aller Ertragsverluste. Dieser großflächige Ausfall kann beispielsweise aufgrund eines technischen Netzproblems oder bei einem Extremwetter wie einem Sturmschaden oder Blitzschlag auftreten. Stichwort “Reaktionszeit”: Schnelle Hilfe von einem Solarteur im Feld ist dann gefragt, sobald das Wetter sich beruhigt hat.

Ein weiteres gravierendes Ereignis ist der Ausfall eines Wechselrichters. Mehr als 50 Prozent der Ertragsausfälle lassen sich darauf zurückführen Diese Kategorie der Störung macht allerdings nur rund 18 Prozent der Summe aller Meldungen aus. Dahinter verbergen sich beispielsweise ein Fehler in der Isolierung oder ein Kurzschluss aufgrund eines Korrosionsschadens. Auch ein heiß gelaufener Wechselrichter aufgrund eines technischen Defekts oder zu hoher Temperaturen gehört in diese Rubrik. In beiden Fällen, dem Ausfall einer PV-Anlage oder eines Wechselrichters, ist ein schneller Eingriff absolut erforderlich.

Fazit der Studie

23 Prozent der Störfälle sind für 94 Prozent der Ertragsausfälle verantwortlich. Umgekehrt verursachen 77 Prozent der Störmeldungen aber nur 6 Prozent der Ertragseinbußen. Für die technischen Betriebsführer (O&M) ist es daher essentiell, möglichst schnell zu erkennen, welche Art der Störungen tatsächlich ertragsrelevant sind – und welche der Servicepartner schnell beheben muss. Nur so werden große Ertragseinbrüche für Anlagenbesitzer vermieden.

Dabei gilt es beim PV-Monitoring für Anlagen zwischen 30 Kilowatt und zehn Megawatt Leistung es vor allem darum, Prozesse schlank zu halten. Monotone Aufgaben, wie die Suche nach ertragsrelevanten Fehlern, ein Ticketmanagement sowie die Erstellung von Reports muss und kann die Software unterstützen. Solytic filtert z.B. die nicht ertragsrelevanten Fehler der Hardware einfach heraus.

Durch herstellerunabhängige Software-Lösungen wie Solytic werden zudem alle Anlagen mit verschiedenen Hardware-Komponenten in einem Portal zusammengeführt. Das gesamte Portfolio wird in Echtzeit überwacht. Das ist wichtig, damit der technische Betriebsführer vertraglich zugesicherte Reaktionszeiten einhalten kann (meist innerhalb von 48 Stunden nach Eintritt des Fehlers).

Case Studies zu den einzelnen Störfällen

In kommenden Blog-Einträgen werden wir anhand von Case Studies zeigen, wie Betriebsführer mit Solytic arbeiten, um ertragsrelevante Fehler schneller zu finden und die Downtime der Anlagen zu minimieren.

Vermeiden auch Sie Ertragsausfälle!

Überwachen Sie alle Ihre Anlagen unabhängig von der verbauten Hardware in einem Portal und beheben Sie kritische Störungen schneller. Jetzt 30 Tage kostenlos testen:


Diese 4 Trends machen Dienstleistungen im PV-Sektor endlich skalierbar

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4 PV-Monitoring Trends Titelbild

Vielfalt und Menge der verfügbaren Daten nehmen im Solar-Sektor stetig zu. Daraus resultieren datengetriebene Produkte, die das traditionelle Monitoring ablösen werden und auch im Bereich der Dienstleistungen für Veränderungen sorgen.

Stetig sinkende Investitionskosten lenken den Fokus der Geldgeber von CapEx auf OpEx um. Damit steht das Betriebsführungspersonal zukünftig unter stärkerer Beobachtung. Bei einem Entfall der gesicherten Einspeisevergütung ist mit einem zudem steigenden Kostendruck zu rechnen. Nur so wird die Wirtschaftlichkeit der Projekte gesichert werden können.

erhöhte Effizienz und Skalierbarkeit durch PV-Monitoring

Die heute herkömmlichen Lösungen bieten da wenig Abhilfe. Eine reine Monitoring-Software wird zukünftig nicht effizient genug sein. Manuell durchgeführte Analysen sind noch notwendige aber eben auch schwerwiegende Kostentreiber. Diese gilt es daher zu bekämpfen.

In diesem Blog-Beitrag wollen wir Ihnen 4 Trends aufzeigen, die Ihnen dabei helfen werden, Ihre PV-Dienstleistungen effizienter zu gestalten und Ihr Unternehmen zu skalieren.

1. Verbesserte Analyse & Diagnostik

Die anfänglich hohen Einspeisevergütungen ermöglichten auch hohen Kostenaufwand für die professionelle Betreuung von PV-Anlagen. Die schnell sinkenden Investitionsaufwände für PV-Anlagen führen im Markt zu einer neuen Erwartungshaltung. Die Servicebranche muss nachziehen und eine ähnliche Preisentwicklung zeichnen. Allein zwischen den Jahren 2016 und 2017 sanken die Preise für O&M-Verträge um 30% auf ein Niveau von rund 10 €/KWp pro Jahr. Dabei spielen die Personalkosten die größte Rolle im Servicegeschäft. Dieser Kostendruck wirkt sich direkt auf Wartungsverträge aus, denn diese müssen angepasst oder schlicht reduziert werden, um die Preisziele zu erfüllen.

Mit dem Einzug digitaler Technologien in die Solarbranche können Arbeitsschritte parallelisiert und verfügbare Ressourcen zielgerichteter eingesetzt werden. Die Monitoringsysteme werden zukünftig zuverlässig und kosteneffizient die PV-Systeme untersuchen, während das Wartungspersonal wertschöpfenden Tätigkeiten beim Kunden nachgehen kann.

2. Automatisierung & Reduzierung menschlicher Fehler

Photovoltaik ist ein globaler Wachstumsmarkt. Die Kapazität wird sich in den kommenden Jahren multiplizieren. Die Menge der verfügbaren Daten wird entsprechend steigen und zu signifikanten Herausforderungen im Markt führen.

Heute führt hochqualifiziertes Personal tägliche Kontrollen und Analysen manuell durch. Diese Dienstleistung wird sehr bald an eine Machbarkeitsgrenze stoßen. Der erforderliche Arbeitsaufwand kann durch verfügbare Kapazitäten nicht mehr abgedeckt werden. Um mit dem Wachstum schritthalten zu können, müssen O&M-Services auf eine gezielte (Teil-)Automatisierung der Arbeit setzen.

Daten werden zukünftig vom Monitoring-System automatisiert überwacht, bewertet und interpretiert. Lernende Algorithmen arbeiten kontinuierlich und mit gleichbleibender „Aufmerksamkeit“ Handlungsempfehlungen aus. Relevante Informationen sendet das System direkt an das Personal. Monotone, manuelle Rituale hingegen werden gänzlich entfallen.

3. Lizenzkosten und Konditionen

Die Preise für Monitoring-Software liegen heute noch oftmals um 0,80 € / kWp pro Jahr. Dies wird sich sehr bald ändern, denn aus Sicht des Kunden stimmt das Preis-Leistungsverhältnis nicht mehr. Die einfache Visualisierung von Daten wird nicht mehr als wertgenerierend oder gar wertschöpfend wahrgenommen.

Entwicklung der PV-Monitoringkosten für 100-750 kWp (€/kWp/Jahr)

Junge Unternehmen mit innovativen Lösungen fordern bestehende Vertragsstrukturen heraus. Diese Unternehmen sind schlank und agil aufgestellt, und zeichnen sich durch eine enorme anpassungsfähig aus. Damit Kunden aber jederzeit von dem technischen Fortschritt profitieren können, muss ein innovationsfreundliches Umfeld geschaffen werden. Mit kürzeren Vertragslaufzeiten werden Anreize für Softwareanbieter geschaffen, die eine Innovationsfreudigkeit fördern.

4. Open Data & Datenstandards

Nur ein Markt ohne Protektionismus ist fähig, ein marktgerechtes und kundenorientiertes Preis-Leistungs-Verhältnis zu erreichen. Die Lösungen der Zukunft werden aus einem Zusammenschluss verschiedener, hochspezialisierter Produkte bestehen. Geschlossene Systeme hingegen, die nicht über standardisierte Datenschnittstellen verfügen oder gar die Übermittlung von Rohdaten einschränken, werden es in Zukunft schwer haben ihre Produkte im Markt noch zu positionieren. Folglich werden sich geschlossene Systeme anpassen müssen, sonst werden sie überholt.

Die Standardisierung von Datenprotokollen und -Formaten ist eine notwendige Voraussetzung für zukünftige Innovationen. Durch die Standardisierung von Daten werden digitale Produkte kundenspezifischer und damit wirtschaftlicher. Die “Orange Button Initiative” und das Handelsbündnis “Sunspec” fördern einen solchen Fortschritt.

Fazit

Diese Trends zeigen, dass das Photovoltaik-Überwachungssystem der Zukunft wie ein Computer Betriebssystem funktionieren wird: im Hintergrund, effektiv und eigenständig. Digitale Technologien, wie Machine Learning, werden die Lösungen von morgen zuverlässiger, genauer und kosteneffizienter machen. Durch die Digitalisierung der Service Branche werden Dienstleister auch zukünftig gründlich und wirtschaftlich arbeiten können. Mit der Öffnung geschlossener Systeme und dem Einzug neuer, innovativer Produkte in die Solarbranche, ist der Weg zu einer kosteneffizienten Wartung geebnet.

Bei Solytic haben wir den Optimierungszwang der PV-Dienstleister verstanden. Mit der gezielten Automatisierung von monotonen Aufgaben wollen wir die technische Betriebsführung zukünftig deutlich skalierbarer machen und so die Digitalisierung der Solarbranche maßgeblich mitgestalten.

Digital Heroes: Gunnar Groebler von Vattenfall über Solytic

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Digital Hero: Gunnar Groebler

Der Original-Artikel erschien am 28.04.2018 auf FOCUS Online.

Klima-Debatte, Atomausstieg, Digitalisierung – Stromversorger werden gleich von mehreren Seiten in die Zange genommen. Manche antworten darauf mit Mega-Fusionen und teuren Übernahmen. Vattenfall-Manager Gunnar Groebler geht einen anderen Weg – und kann erste Erfolge vorweisen.

Jahrelang war das Geschäft eines Stromkonzerns verhältnismäßig einfach: Der Energieversorger betrieb Kraftwerke und Stromnetze in einer bestimmten Region, quasi ohne Konkurrenz, und Millionen Kunden zahlten Monat für Monat brav ihre Abschläge. Den Kunden wurde ein Preis berechnet, der die Kosten deckte und dem Unternehmen zusätzlich eine stabile Gewinnmarge einbrachte. So die Theorie.

Das änderte sich, als der Strommarkt geöffnet wurde. Plötzlich mussten die Oligopolisten ihre Stromnetze abgeben und gab es Strombörsen, an denen kleine Stromvermittler ihre Energie zum Tagespreis einkaufen konnten – und dann die Tarife der etablierten Konzerne unterboten.

Dann kam die CO2-Debatte, die auch den schwedischen Vattenfall-Konzern traf. Der hatte zur Jahrtausendwende die ostdeutschen Braunkohlekraftwerke übernommen; Braunkohle gilt inzwischen als besonders schmutziger Energieträger. Außerdem betrieb Vattenfall bis 2007 die Atomkraftwerke Brunsbüttel und Krümmel. Auch das ist seit dem beschlossenen Atomausstieg in Deutschland ein sterbendes Geschäftsfeld. Aktuell ist nur noch das AKW Brokdorf am Netz, an dem Vattenfall 20 Prozent hält.

„Überall spricht man von Disruption – wir mussten uns erstmal fragen, was das für uns heißt“

In dieser Gemengelage arbeitet Gunnar Groebler, Vorstand bei Vattenfall. Groebler ist zuständig für erneuerbare Energien, die im Konzern vor allem die Windkraft umfassen.

Doch Groebler ist noch mehr: Der 46-jährige ist angetreten, Vattenfall zu verändern – nach innen wie nach außen. Er ist einer von denen, die dafür sorgen sollen, dass der Stromriese umdenkt – und sich neue Geschäftsfelder außerhalb des klassischen Kraftwerksgeschäfts aufbaut.

Die Versorgerbranche durchlaufe eine Transformation, sagt Groebler. „Wir haben uns 2016 von der klassischen Stromerzeugung aus Braunkohle verabschiedet. Die Zukunft liegt in zwei Trends: Die Dekarbonisierung – also das Vermieden von CO2 – und die Dezentralisierung, also Wind-, Wasser- oder Solarkraftwerke an mehreren Stellen im Versorgungsgebiet“, erklärt Groebler.

Die Schlüssel dazu liege in der Digitalisierung. „Überall spricht man von der digitalen Disruption. Wir mussten uns erstmal fragen, was das für uns heißt“, erzählt der Manager. „Welche unserer Produkte sind betroffen? Welche Geschäftsmodelle aus anderen Industrien werden in unsere Branche hineingetragen? Und welche dieser digitalen Entwicklungen sind eine Bedrohung beziehungsweise eine Chance für Vattenfall?“

„In Start-ups existieren ganz andere Entscheidungsprozesse als in etablierten Konzernen“

Diese Bestandsaufnahme erfolgte vor zweieinhalb Jahren – und wenn man Groebler zuhört, fiel sie nicht sehr erfreulich aus. „Aber sie hat uns geholfen, ein Verständnis unserer Wertschöpfungskette in einem stark veränderten Umfeld zu entwickeln, das wir in dieser Tiefe vorher nicht hatten.“ Die Analyse ergab aber auch: Der Stromkonzern hatte praktisch keine Expertise im digitalen Sektor.

„Zur Wahl standen zwei Strategien“, erzählt Groebler: „Machen wir es wie viele andere große Konzerne und kaufen uns diese Expertise? Oder nehmen wir viel Geld in die Hand und versuchen, sie selbst zu entwickeln?“ Doch beide Ansätze seien meist gescheitert, „weil es in Start-ups ganz andere Werttreiber und Entscheidungsprozesse gibt als in etablierten Konzernen“, sagt Groebler.

So entschied sich Vattenfall für einen anderen Weg und entwickelte die Innovationsplattform Greenfield. Dafür habe man „eine Handvoll Leute angestellt“, die nun Kontakte in die Branche knüpfen, erzählt der Vattenfall-Manager. Sie entwickeln nun unter anderem zusammen mit dem Company Builder Factor10 neue, digitale Geschäftsmodelle.

Partner zum Ausprobieren

Über „Greenfield“ stellen junge Unternehmen ihre Ideen für die Energiewirtschaft vor – und das Vattenfall-Management „hört erstmal zu“, wie es Groebler ausdrückt. „Wir mussten lernen, zuzuhören, wie andere unsere Branche aufmischen wollen“, sagt er. So erfahre man viel schneller „welche Geschäftsmodelle sich für die Energieerzeugung eignen könnten.“

Doch warum sollten die Start-ups ihre Ideen vor einem Platzhirsch wie Vattenfall ausbreiten? „Weil wir auch ein interessanter Partner für sie sind“, sagt Groebler. Denn Vattenfall biete (neben der Expertise in der Branche) den Start-ups die „Assets“, die diese brauchen, um ihre Geschäftsmodelle überhaupt ausprobieren zu können: die Kunden und die installierte Basis an verschiedenen Kraftwerken.

Dabei geht es nicht immer nur um die Frage von Preisen und Abrechnungen, sondern um Dienstleistungen rund um die Stromerzeugung. „Wir haben seit Jahrzehnten Industriekletterer beschäftigt, die zum Beispiel an den Rotorblättern unserer Windkraftanlagen entlang klettern, um diese auf Verschleiß zu untersuchen“, erzählt Groebler. Mittlerweile kann man die Anlagen mit Drohnen abfliegen, die gestochen scharfe Bilder liefern. Ist das schon Digitalisierung? Nein, sagt Groebler, aber jetzt gehe es darum, die Vielzahl der Bilder schnell und automatisiert auszuwerten. „Dazu brauchen wir eine Datenbank, die das kann und selber dazu lernt – und sowas existiert bislang in der notwendigen Qualität noch nicht.“

Ein „Board of Entrepreneurship“, besetzt aus internen und externen Fachleuten, bewertet die Greenfield-Ideen, berät die Gründerteams und hilft bei der Weiterentwicklung. Dabei geht es auch darum, was Vattenfall den Gründern mitgeben könnte. „In diesem Prozess sind wir noch nicht so gut drin“, bekennt Groebler. Denn in Sachen Geschwindigkeit und Offenheit unterscheide sich die Unternehmenskultur bei Vattenfall oft noch zu sehr von der Startup-Denke.

„Das kann so keiner sonst am Markt“

Eine Art der Zusammenarbeit, die Groebler für besonders erfolgsversprechend hält, ist die „Co-Creation“. Dabei entdeckt das Board eine Idee, Vattenfall beteiligt sich mit Kapital und stellt eigene Expertise zur Verfügung – im Zweifel auch durch eigene Mitarbeiter. Dann darf das Gründerteam sein Geschäftsmodell außerhalb der üblichen Strukturen und Entscheidungswege aufbauen.

So geschieht das derzeit bei dem Berliner Startup Solytic, einem Dienstleister für Solaranlagen. Die Idee ist aus einem internen Ideenwettbewerb bei Vattenfall hervorgegangen und gemeinsam mit Factor 10 vorangetrieben worden. Das Unternehmen Solytic wurde dann im September 2017 gegründet und hat derzeit zehn Mitarbeiter. Vattenfall ist mit drei Millionen Euro beteiligt.

„Der Bau und Betrieb von Photovoltaik-Anlagen und Batterien sind bei uns eine eigene Geschäftseinheit“, berichtet Groebler. „Doch wie bei vielen anderen endete der Auftrag bisher mit der Fertigstellung der Solaranlage. Ob die versprochenen Stromerträge danach wirklich erzielt werden – und warum vielleicht nicht – wurde nicht nachgehalten.“

Für die Kunden ist das ärgerlich. Deshalb hat Solytic eine Monitoring-Software entwickelt, die die Schwachstellen aufspürt. „Es kann von der Verschmutzung der Paneele abhängen, aber auch von der Betriebstemperatur des Umrichters“, gibt Groebler einen Einblick. Jetzt will Vattenfall die Erkenntnisse von Solytic auch Dritten zugänglich machen und deren Solaranlagen optimieren. „Das Diagnosetool gibt Hinweise darauf, wo Handlungsbedarf besteht – das kann so keiner sonst am Markt“, verspricht Groebler.

So gut die Idee ist, so wahrscheinlich würde ein normales Startup an einer simplen Hürde scheitern: Die Kunden müssen dafür ihre Anlagendaten zur Verfügung stellen – und werden sich kaum einem völlig unbekannten Newcomer offenbaren. Hier kommt Vattenfall ins Spiel. Der Konzern kann den Kontakt zu potenziellen Kunden herstellen.

„Sie müssen zu 100 Prozent an die Gründeridee glauben“

Bleibt die Frage: Was hat Vattenfall davon?

„Wir haben die Idee entwickelt und uns an Solytic beteiligt, um sie weiter mit voranzutreiben“, sagt Groebler. Bei allen Co-Creations aus dem Greenfield-Prozess habe Vattenfall die Option, das junge Unternehmen später vollständig zu übernehmen. Außerdem könne Solytic ein Vorbild auch für eigene Mitarbeiter sein: „Solytic ist eine Startup-Idee, für die auch ein Kollege bei Vattenfall gekündigt hat, um dort als Gründer hineinzugehen“, erzählt Groebler. Das sei auch Bedingung: „Gründer sein und im Hintergrund noch einen Vattenfall-Vertrag haben, geht nicht. Sie müssen zu 100 Prozent an die Gründeridee glauben.“ Ganz allein lässt Vattenfall die Gründer dennoch nicht: „Wir behalten uns vor, dass wir das Geschäft zu einem späteren Zeitpunkt reintegrieren.“ Das sei auch nötig, um die nötige Transformation in den Konzern hineinzutragen und dort voranzutreiben.

Doch Vattenfall hat 20.000 Mitarbeiter, davon 7000 allein in Deutschland, Wie kriegen die das mit? „Good News travel fast – gute Nachrichten verbreiten sich schnell“, sagt Groebler. Nach den ersten Erfolgen gebe es bereits Rückmeldungen aus den Konzernsparten Wärme und Vertrieb, die ebenfalls Interesse an Greenfield zeigen, um solche Geschäftsmodelle auch in ihren Bereichen aufzuziehen.