Juli 1, 2019

Professionelle oder eigenentwickelte PV-Monitoring-Lösung?

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Ein Gastbeitrag von Michael Kondula, bos.ten AG

Michael Kondula ist Prokurist des Betriebsführers bos.ten aus Regensburg. Vor gut einem Jahr ist der Leiter der IT-Abteilung der bos.ten Group auf Solytic aufmerksam geworden. Zuvor war Kondula lange davon überzeugt, dass niemand von außen die IT-Prozesse besser darstellen kann, als sie selbst. Diese Meinung hat er nach einer Testphase mit drei Beispielanlagen geändert.

Die Firma bos.ten ist offiziell vom TÜV Rheinland für die Betriebsführung und Wartung von PV-Anlagen zertifiziert. Immer wieder haben wir Anlagen bei verschiedenen Monitoring-Anbietern getestet. Zum Teil war eine Umrüstung der Hardware nötig. Das wäre allerdings mit einem finanziellen Zusatzaufwand verbunden gewesen, den wir unseren Kunden nicht zumuten wollten. Ohne Umrüstung wiederum wäre es sehr aufwendig geworden, die PV-Anlagen überhaupt in die Software zu integrieren.

Wildwuchs bändigen

Ein potenzieller Monitoring-Anbieter arbeitete mit offenen Schnittstellen und konnte die Anlagen einbinden. Allerdings waren die Kosten für das Onboarding und die Darstellung gegenüber den Kunden sehr hoch, viel zu hoch bei der derzeitigen Marktlage. Alle Kosten müssen immerhin wieder von der Solaranlage eingespielt werden.

Sehr wichtig war uns, dass der bunte Blumenstrauß an PV-Anlagen mit unterschiedlicher Technik und Komponenten ohne horrende Kosten in das Portal integrierbar ist. Deshalb brauchten wir eine hardwareunabhängige Monitoring-Lösung. Das Portfolio unserer betriebsgeführten Anlagen umfasst allein zehn verschiedene Wechselrichterhersteller mit jeweils mehreren unterschiedlichen Modellen. Dazu kommt, dass sich der technische Standard von Solarparks seit der Inbetriebnahme unseres ältesten Kraftwerks im Jahr 2003 erheblich weiterentwickelt hat. So ist es zu einem richtigen Wildwuchs an Technologien gekommen, den es zu bändigen gilt. Aber das waren noch nicht alle Herausforderungen.

Benutzer definieren und Erträge separat ausgeben

Ein Solarpark von bos.ten gehört beispielsweise über 20 verschiedenen Investoren, die alle für sich eigenständige Auswertungen erhalten müssen. Es gibt also kein klassisches Beteiligungsmodell wie bei den meisten anderen Betreibern. Dieses Alleinstellungsmerkmal bedeutet aber auch einen höheren Aufwand. Wir müssen das für jeden Investor entsprechend abbilden können und die Erträge differenziert und exakt ausgeben.

An dieser Stelle kommt Solytic ins Spiel, denn die Daten müssen für jeden Investor gebündelt und getrennt abgebildet werden. Die Software der Berliner hat uns überzeugt. Nach einer kurzen Testphase mit drei Beispielanlagen stellte sich schnell heraus, dass die Solytic-Software individuelle Anforderungen gut bedient. Auch das ansprechende Preis-Leistungsverhältnis spielte eine Rolle bei unserer Entscheidung.

Synergien durch Generalisierung

Eine eigene DIY-Lösung hat natürlich auch ihre Vorteile, man kann alles genauso abbilden, wie es für das eigene Unternehmen wichtig und sinnvoll erscheint. Unsere Kunden benötigen beispielsweise validierte Prognoserechnungen aus Ertragsgutachten für die Finanzierung Ihrer PV-Anlage. Dementsprechend wurden diese kaufmännischen Soll-Werte in unserer bisherigen Portallösung den erzeugten Erträgen gegenübergestellt. Für die technische Anlagenüberwachung von Solytic spielen diese kaufmännischen Werte keine Rolle. Daher muss man bei einer solchen offenen Lösung auch ein paar kleine Kompromisse machen. Auf bestimmte Wünsche muss man etwas warten, denn der Fokus liegt aus Sicht der Programmierer immer bei einer Generalisierung und nicht auf einer Spezialisierung. Unsere Abwägung fiel dennoch eindeutig zu Gunsten von Solytic aus. Schließlich sparen wir uns nun die Zeit und die Kosten für die Weiterentwicklung der Software. Und für unsere Schwesterunternehmen gab es sogar noch größere Synergien als ursprünglich erwartet: Durch die partnerschaftliche Geschäftsbeziehung zu Solytic erreichen uns Anfragen zu nahezu allen Leistungsbereichen der bos.ten Group, darunter für Anlagensteuerung, PV-Unterkonstruktionen sowie Bau- und Wartungsleistungen.

Michael Kondula über Solytic

Eine interne Kosten-Nutzen-Rechnung hat uns das verdeutlicht. Denn wir sparen täglich viel Arbeit im PV-Monitoring, wenn die Anlagenbetreuung stärker automatisiert wird. Aufgrund dieses Entscheidungsprozesses haben wir nun einen guten Überblick über die internen Kosten für unser Monitoring erhalten, Einsparpotentiale aufgedeckt und erkannt, dass die Dokumentation unserer Anlagen nicht immer so lückenlos war, wie wir vorher dachten. Das Monitoring ist nun deutlich intuitiver und schneller. Unsere Mitarbeiter brauchen kein so tiefes technisches Verständnis für die Anlagen vor Ort mehr haben. Das führt dazu, dass die gleiche Mannschaftsstärke ein deutlich größeres Portfolio betreuen kann und das fördert uns in unserem geplanten Wachstum.

Schnittstelle zum CRM eingebaut

Eine bidirektionale Schnittstelle zwischen der Monitoring-Software und unserem Customer-Relationship-Management (CRM) war uns besonders wichtig. Alle Tickets werden dort verwaltet, so dass auch die Buchhaltung und der Kundenservice Zugriff haben. Solytic hat uns das ermöglicht. Wir mussten unser Unternehmen dafür nicht an die Software anpassen, Solytic lieferte eine passgenaue Lösung. Nicht zuletzt nehmen wir auch eine aktive Rolle in der Entwicklung neuer Funktionen ein, die beiden Seiten einen entsprechenden Mehrwert bieten.

Vorteile einer professionellen Software-Lösung überwiegen

Bei jeder Entscheidung sind Vor- und Nachteile abzuwägen und genau so haben wir das auch in diesem Fall gemacht. Im ersten Schritt haben wir uns alle für uns relevanten professionellen Software Lösungen angesehen und getestet und dann die beste davon mit unserer eigenentwickelten Lösung verglichen. In unserem Fall fiel die Entscheidung auf Solytic, da wir hier vor allem langfristig die größte Kosten-/Nutzen-Effizienz für uns sehen.

Treffen Sie die richtige Entscheidung für Ihr Unternehmen!

Grundsätzlich empehlen wir jedem alle für Ihn in Frage kommenden Lösungen zu testen um sicherzustellen, dass auch wirklich die richtige Entscheidung getroffen wird. Hierfür bieten wir Ihnen einen live Demo-Account an, in dem Sie unser Portal kennen lernen können.

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Michael Kondula

Michael Kondula ist Prokurist des Photovoltaik Betriebsführers bos.ten AG aus Regensburg.